Le ministre de l’agriculture et du développement rural

Heute war der Tag an dem Doktor Suzanne Lancer zum Empfang mit dem Landwirtschaftsminister eingeladen war. Heute durfte ich das politische Kamerun kennen lernen. Und es war sehr spannend. Das Programm sah vor, dass um acht Uhr die Stühle hingestellt werden. Es handelte sich dabei um die üblichen Plastikstühle, die möglicherweise etwas mit dem Äquator zu tun haben, denn in Myanmar und in Kamerun sind es die gleichen Plastikstühle. Auch die Zelte zum Schutz vor der Sonne wurden aufgestellt. Und, jetzt kommt es, die Sofas und Fauteuils wurden aus dem Haus des Chefs aufs Festgelände getragen, als Sitzgelegenheit für den Minister und seine Entourage. Um neun Uhr dreissig wurden die Tanzgruppen, die geladenen Gäste und die Kinder installiert. Um zehn Uhr mussten die lokalen Autoritäten installiert werden. Um zehn Uhr dreissig fand der Empfang der verschiedenen Delegationen statt. Und um elf Uhr sollte er kommen, der Minister. Die Dorfhonoratorien stellten sich in eine Reihe auf, die Frauen der Kooperative vis à vis. Etwa nach 20 Minuten durften sie wieder in den Schatten.

Um zwölf Uhr, neue Reihen. Und dann kam er. Stellt euch ein kleines Dorf vor, stellt euch eine Piste vor, kaum befahrbar. Und nun, stellt euch über zehn Panzer (SUVs) vor, die daher gerauscht kommen. Die Reihen mit den Frauen und den Honoratorien mussten immer weiter nach hinten rücken um Platz für den Konvoi zu schaffen.

Die Kinder sangen die Hymne, der Maire von Koutaba hielt eine Rede, der Präsident von der Kooperative hielt eine gute Rede und die Delegierte von, ich weiss nicht mehr genau was, hielt eine kurze Rede. Und dann hielt der Minister seine Rede. Und, obwohl ich gerne spotten würde, er war sehr warmherzig und man hatte das Gefühl, dass ihn die Leute berührt haben.

Der Minister und seine Frau.

Und wie ging es Doktor Suzanne Lancer? Sie stand bei der Ankunft des Ministers etwa in der dritten Reihe und machte sich ein wenig lustig über die Szene. Die Frau des Ministers steuerte auf sie zu, verscheuchte die Leute rundherum um Frau Doktor Suzanne Lancer die Hand zu reichen.

Besichtigung der Kooperative und Vorführung der Reisschälmaschine.

Heute ist Dänu angekommen. Ich war nicht ganz sicher ob er zügelt, als ich sein Gepäck sah. Er hatte die obligaten zwei Koffer dabei und ausserdem Douala leergekauft. Er kam mit Simplice, den ich schon kenne und Adele aus Yaounde. Es ist jetzt ganz anders hier in der Wohnung, aber das Leben tut gut.

Im Centre wurde auch heute tüchtig vorbereitet. Die Frauen gewöhnen sich langsam an mich und ich gewöhne mich an sie. Aber ich muss etwas von dieser Sprache lernen. Es ist wie bei uns, wenn wir immer wieder ins Berndeutsche fallen.

Es ist für mich wichtig, dass sie in ihrer Muttersprache diskutieren können, sonst komme ich mir vor wie eine Kolonisatorin. Aber es ist sehr unangenehm. Wenn ich überhaupt nichts verstehe.

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