Malaria

Am Morgen ein Telefon von Nérisa – ich glaube ich habe Malaria – geh ins Spital, lass Dich testen. – Stunden später – ich bekomme die Resultate erst morgen, aber es ist wahrscheinlich Malaria. – Malaria trotz Prophylaxe, derselben Prophylaxe, die Dävu letztes Jahr genommen hat und mit der er mit einer Malaria nach Hause gekommen ist, verschrieben vom selben Hausarzt. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum diese Verschreibung eigentlich von Spezialistinnen für Tropenmedizin gemacht werden sollten. Jedes Malariagebiet hat andere Resistenzen. Lily und Hugo haben zum Glück ein anderes Medikament und ich auch.

Im Centre, Ajara, halblebendig, Malaria. Sie will nicht ins Spital, weil sie niemand hat, der zu ihrem gestillten Sohn schaut. Sie will die Infusion holen und zu Hause selber reinlassen. – Das kommt nicht in Frage! Was wenn du eine Reaktion auf die Infusion machst? Alleine zu Hause? Warum gehst du nicht zu deiner Mutter? Machst die Infusion dort? – Mein Mann akzeptiert das nicht. – Er ist etwas schwierig dein Mann? – Ja, das ist er. – Wir können nicht Gesundheit predigen und unser Personal ist krank. Ich begleite Ajara ins Centre de Santé Intégré, ja, genau das putzige, schöne in der Nähe. Ziel, Diagnose und Infusion holen, dann die Infusion bei uns verabreichen mit Überwachung. Kurz, unsere erste, halbe Patientin.

Wir gingen zusammen ins CSI. Der Boden war sauber, das wars aber schon. Wir wurden ins Behandlungszimmer gebeten, Ajara wollte, dass ich sie begleite. Dort wurden wir von acht Personen (alles Personal) empfangen, einige lagen auf der Unetrsuchungsliege, andere standen herum. Wenn die Krankenschwester einen Handgriff machte, assistierten mindestens zwei. Auch hier, der Boden war sauber. Das Plateau, auf dem die Zutaten für die Behandlung vorbereitet wurden, sah aus als ob es vor drei Monaten das letzte Mal gewaschen wurde. Die roten Krusten? Wer weiss, vielleicht eingetrocknetes Blut, oder eingetrocknete rote Erde? Auf jeden Fall eingetrocknet und rot. Die Medikamente lagerten unter dem Tisch, ebenso alles andere Material, auf dem Kühlschrank stapelte sich undefinierbares Material, Zweck, Alter und Herkunft nicht mehr bestimmbar.

Während wir dort waren, fand eine Kontrolle der Gesundheitsbehörde statt. Falls das Centre morgen noch geöffnet ist, bezweifle ich endgültig jedes Ineresse vom Staat an seinem Volk. Und ehrlich, wenn du im Personal ersäufst, warum setzst du dieses nicht vernünftig ein? Ajara bekam zuerst eine Spritze in die Vene, dann nahmen sie ihr kapillär Blut ab (für den Malariaschnelltest), dann eine Spritz in den Hinterteil und dann bekamen wir diverse Ampullen, Nadeln, Spritzen und eine Infusion. Damit gingen wir zurück ins Mbambeluh. Und das Resultat seht ihr oben.

Ich muss schon sagen, wir haben grosses Glück! Keine Malaria zu haben ist Lebensqualität. Diese Scheissmücken sind überall, es ist nicht wie bei den Zecken, die auch zum Kotzen sind, denen du aber ausweichen kannst. Und all die tollen Gadchets gegen Mücken, die wir haben und für uns mitbringen, die bleiben bei uns, den Europäern, den Kanadiern und so, Anti Brumm und Mückenstecker, zu teuer. Mückennetze, ja, aber die blöden Viecher stechen schon bevor du ins Bett gehst, schon in der Dämmerung.
Also, schauen wir in Europa, in Kanada und all den anderen Ländern, die kühl sind, dass es kühl bleibt und die Malaria nicht bis zu uns wandert.

Die Papiere? Fast, alle haben sie eingereicht, alle warten auf die Unterschriften. Morgen? Inshallah! Ich hoffe, dass, wenn wir endlich eröffnen, all die Diskussionen, all die Gespräche, all die Erzählungen, warum gewisse Sachen in der Schweiz ein „no go“ sind, Früchte tragen und wir von Anfang an einen Schritt weiter sind, als die anderen Centres.

Noch ein kurzer Exkurs mit Pädu zu den Böhs:

Salam🙋🏾‍♂ ….no churz e frag zu dine böhs. Sisi mängisch chli böhs, oder sägesi, wesi de mau öppis säge, schlicht und liislig böh?! Oooder sis tatsächlech dahus, wo glichlängi scheiche hei🤔😎😁😘? Greez, witermache.

Aleikum Salam
Auso di Böh mache möh u si Zebus u wärde zu Soya vrarbeitet u das isch nid das wo du dänksch, es isch ggrillt u nid vegi.
😘

..aaaah.. die mache MÖH🤗!!! Aber si zebus nid glich echli dahus? Wede möh machsch u süsch geng aune im wäg bisch, isch dä mitem soya de glich irgendwie chli vegan. Nid🤔😂

Aber si chöi uf bed Site loufe, auso Dahus definitiv nid!

….dahus chöi dänk aui sibe sitene erloufe! Vor irgend lang emau, het äbe dert e bärgpuur, mit sim bärgschnaps duzis gmacht u geng chli trouche. U när siger ufzmau zur hütte us, drei täg speter miteme verchrauete gring u verschrissne hosi ume ichetrappet u bhouptet äs sig eso. U weni, we ig, vier, scheiche, hätt, würdi gwüss o jedem sone chabis agäh u nümm jedem si schmare uf die site, när disi site trage… när passtsne de glich nid, no mau uf äi site düre u das nume zum sicher si, das die vorhähäregi site äbe gliiich die besseri wär gsi…! Oder…🤔🤣🤗😘

Ein Kommentar zu „Malaria“

  1. Liebe Susle

    Zum Thema Malaria, genau das war auch unsere Erfahrung. Die Prophylaxe nützt eigenltich nichts. Viele Leute erwischt es trotzdem, weil es die sorte „tropica“ ist. Was dann auch nichts mehr nützt ist Malarone (Sollte ja eigentlich auch zur Kur helfen) Uns hat ein Deutscher Arzt, der seit vielen Jahren in Kamerun lebt und arbeitet gesagt, wir sollen in einer Apotheke das lokale Medikament kaufen, das hilft, wenn man Malaria dann mal eingefangen hat.
    Das Medi heisst Coartem, eine gelbe Packung.

    Wieso das hier niemandem gesagt wird, keine Ahnung. Auch beide Tropenärzte mit denen ich zu tun gehabt habe haben dies nicht gewusst oder nicht kommuniziert…

    Ich hoffe dich erwischt es nicht, immer gut aufpassen und sich nur von Männchen stechen lassen, das sind keine Träger.

    Gute Besserung an Nerisa

    Gruess us dr Feusenou

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